03.05.2018

Reisen ohne Stoff zu versäumen

Mit WebWeaver® School kein Problem

Die Herausforderung

Unterricht im Ausland ermöglichen

An der Hermann-Lietz-Schule Schloss Bieberstein haben Auslandsaufenthalte Tradition. Das neue Programm E-International ermöglicht den Schülern einen halbjährigen Auslandsaufenthalt, ohne dabei schulisch etwas zu verpassen.

Die Schule musste dafür sicherstellen, dass die Schülerinnen und Schüler im Ausland nach hessischem Lehrplan lernen, und zwar ohne vor Ort von ihren Lehrkräften begleitet zu werden. Und das klappte schon im ersten (Probe-) Durchlauf im Schuljahr 2017/18 ziemlich gut.

Die Lösung

Entscheidung für E-Learning

Um die Schüler aus der Ferne zu unterrichten, setzten die Verantwortlichen auf E-Learning. Dafür suchte die Schule nach einer Plattform, die den datenschutzrechtlichen Vorgaben entsprach und auch über E-International hinaus schulweit eingesetzt werden kann. Da die Schule bisher nur über begrenzte Erfahrung mit E-Learning verfügte, sollte die Plattform möglichst selbsterklärend sein.

Eine Arbeitsgruppe „Digitalisierung“ unter Leitung des Physiklehrers Achim Krick sichtete verschiedene Lernplattformen. Ihre Wahl fiel schließlich auf die Plattform WebWeaver® School, weil diese die notwendigen pädagogischen Funktionen abbildete und insgesamt sehr übersichtlich und aufgeräumt wirkte.

Überzeugungsarbeit

Vor dem Start in den Probelauf von E-International im Schuljahr 2017/18 musste die Arbeitsgruppe jedoch noch einige Hindernisse aus dem Weg räumen. So gab es innerhalb des Kollegiums die Befürchtung, das E-Learning werde eine erhebliche Umstellung beim Unterrichten und einen großen Mehraufwand bedeuten. Doch diese Bedenken konnte die Arbeitsgruppe schnell zerstreuen.

Eine Schulung machte zunächst alle Lehrerinnen und Lehrer mit der Oberfläche sowie einigen zentralen Funktionen von WebWeaver® School vertraut. Eine kleine Gruppe von Lehrkräften stellte sich schließlich der Herausforderung, den ersten Jahrgang von E-International beim Lernen aus der Ferne zu begleiten.

Lernen auf Reisen

Lernen und Arbeiten im Ausland

In diesem Schuljahr reisten die Schüler, begleitet von ihrem Betreuer Robert Miebach, nach Nepal und Südafrika. Dort hieß es dann vormittags für die Schule zu lernen, nachmittags nahmen die Schüler für jeweils vier bis fünf Wochen in sozialen und ökologischen Projekten teil. Während dieser Zeit fand webbasierter Unterricht in den Fächern Mathematik, Religion, Politik & Wirtschaft sowie Englisch statt.

Achim Krick, Physiklehrer und Leiter der Arbeitsgruppe Digitali
„Fängt man an, über die Plattform zu arbeiten, so schwindet die Skepsis schnell und man erkennt das Potential für eine geordnete und auch langfristige Unterrichtsplanung.“

Individuelle Herangehensweisen
Für den Unterricht wurde in jedem Fach eine eigene Klasse auf WebWeaver® School angelegt, die die jeweiligen Lehrkräfte individuell einrichteten. Den beteiligten Lehrerinnen und Lehrern gelang es sehr rasch, sich mit den Funktionen vertraut zu machen und diejenigen auszuwählen, die sie für ihren Fernunterricht einsetzen wollen.

Bei den Probeläufen in Nepal und Südafrika nutzten die Lehrer vor allem die Dateiablage, um der Klasse Aufgabenblätter und Textquellen zu übermitteln, zusätzlich noch die Mailfunktion für die Kommunikation. Einige Lehrer banden bereits von Beginn an das Forum intensiv ein und entdeckten im Laufe der Wochen die Wiki- und Chat-Funktionen für ihren Unterricht.

„Fängt man an, über die Plattform zu arbeiten, so schwindet die Skepsis schnell und man erkennt das Potential für eine geordnete und auch langfristige Unterrichtsplanung“, resümiert Krick.

Eine andere Art zu lernen

Gregor, 17, Schüler (nach SZ vom 06.12.2017)
„Ohne Lehrer zu lernen, war schon eine tolle Erfahrung. Unsere Lehrerin hat Aufgaben auf die Lernplattform hochgeladen, die wir dann selbständig bearbeiten konnten. […] Ich fand es cool so zu arbeiten. Wir haben uns untereinander in der Gruppe geholfen.“

Schüler übernehmen Verantwortung
Insgesamt ziehen die beteiligten Schüler und Lehrkräfte ein positives Fazit:

Im Rahmen von E-International waren die Schüler in neuartiger Weise auf sich selbst gestellt und übernahmen zunehmend mehr Verantwortung für ihre Lernfortschritte.

„Wir haben beobachtet, dass sehr viel Gruppenarbeit stattfindet und die Schüler sich gegenseitig unterstützen“, so Robert Miebach.

Selbständiges Arbeiten

Viele Themen mussten die Schüler selbständig erarbeiten, ohne bei Schwierigkeiten prompte Unterstützung zu erhalten. „Ohne Lehrer zu lernen, war schon eine tolle Erfahrung. Unsere Lehrerin hat Aufgaben auf die Lernplattform hochgeladen, die wir dann selbständig bearbeiten konnten. […] Ich fand es cool so zu arbeiten. Wir haben uns untereinander in der Gruppe geholfen“, berichtet ein Schüler.

Robert Miebach, Organisation & Coaching, E-International
„Das E-Learning bei E-International bedingt eine schülerzentrierte Lernkultur. Die Schülerinnen und Schüler haben zunehmend Verantwortung für ihre Lernfortschritte übernommen.“

Fragen müssen per Mail oder Messenger präzise gestellt werden
Auch die Kommunikation mit den Lehrkräften änderte sich. Die Schüler lernten Fragen per Forum, E-Mail oder Messenger zielorientiert zu stellen und sehr präzise zu formulieren. Nur so war es möglich, Probleme gemeinsam zu erkennen und zu lösen.

Nicht alle Schüler starteten mit den gleichen Voraussetzungen in das Schuljahr, insbesondere in Fächern wie Mathematik oder auch den Fremdsprachen. Hier hat die Schule positive Erfahrungen mit E-Learning gemacht. So ermöglichen interaktive Lernprogramme den Jugendlichen, auf ihrem jeweiligen Niveau selbständig zu arbeiten.

E-Learning und E-International werden ausgebaut

Pläne für das kommende Schuljahr

Im kommenden Durchgang von E-International ab Sommer 2018 werden weitere Lehrkräfte die Jugendlichen im Ausland – dann auch in Slowenien, Italien, Spanien und Indien – per Lernplattform unterstützen. Auch im regulären Unterricht in der Schule wird WebWeaver® School dann zum Einsatz kommen.


Auf einen Blick

KundeDie Hermann-Lietz-Schule Schloss Bieberstein ist ein Oberstufeninternat mit ca. 100 Schülerinnen und Schülern. Diese werden in drei Jahrgängen von etwa 30 Lehrkräften unterrichtet.
ProjektE-International ist eine Alternative zur Einführungsphase in der Jahrgangsstufe 10 bzw. 11. Während des gesamten ersten Halbjahres ist die Klasse im Ausland unterwegs und nimmt an Projekten aus den Themenbereichen Umwelt, Wirtschaft, Kultur, Sport und Soziales teil.
Lösungwwschool auf Basis von WebWeaver® School
ProjektstartSommer 2017

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