18.09.2020

„Digitalisierung ist kein Krisenmodus“: Unterrichten an den Schulen des Erzbistums Berlin

Infolge der Schulschließungen aufgrund von COVID-19 mussten Schulen bundesweit von heute auf morgen digitalen Unterricht leisten. Monika Klapczynski, Leiterin des Fachreferats für Medienbildung des Erzbistums Berlin, berichtet uns, wie die Erzbischöflichen Schulen die damit verbundenen Herausforderungen mit einer sicheren Lernplattform, viel Engagement und Kreativität bewältigten.

Monika Klapczynski, Leiterin des Fachreferats für Medienbildung

„Die Erzbischöflichen Schulen waren bereits vor der Coronakrise mit WebWeaver® digital gut aufgestellt“, sagt Klapczynski. 2017 starteten die ersten Schulen, zum Schuljahr 2019/20 war der Einführungsprozess an allen Schulen abgeschlossen. Die übergreifende Lösung und eine bistumsweite Vernetzung – sowohl online über die Plattform als auch in Form regelmäßiger Treffen der Plattformverantwortlichen – erleichterten die Implementierung der Plattform an den einzelnen Schulen.

Auf einen Blick

KundeErzbistum Berlin (Schulträger)
ProduktlinieWebWeaver® School
PlattformSchulerzbistum.de
Zielgruppe25 Schulen im Elementar- und Sekundarbereich sowie eine Fach- und Hochschule
Launch2017

Schulübergreifende Zusammenarbeit als Erfolgsfaktor

Die etablierten Vernetzungsstrukturen haben sich, so Klapczynski, auch in der Krise bewährt. Der seit März intensivierte Austausch von Know-how und Unterstützungsmaterialien half den Schulen, die neuartigen Herausforderungen zu bewältigen. Verbindliche Vorgaben seitens des Schulträgers schufen einen Mindeststandard: „Als für alle Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler verbindliche Werkzeuge für Kommunikation und Zusammenarbeit haben wir E-Mail, Dateiablage, Kalender sowie Aufgaben bzw. Lernplan-Tool festgelegt.“

Feedbacks und Interaktion ermöglichen

Die große Herausforderung habe darin bestanden, geeignete Formen des digitalen Fernunterrichts zu finden und umzusetzen. Denn Unterricht gehe natürlich über das bloße Stellen von Aufgaben hinaus und sei vor allem auch Lernen im sozialen Kontext. Und genau das habe man mit WebWeaver® zunehmend besser gestalten können.

Für Aufgaben nutzen die Schulen neben der einfachen Funktion Aufgaben daher auch den komplexeren Lernplan, der Aufgaben, Lösungen und Feedbacks der Lehrkräfte zusammenführt. Im Laufe der Zeit konnten immer weitere Arbeitsformen des Unterrichts digital abgebildet werden. So erwies sich für das kollaborative Arbeiten das in die Plattform integrierte ONLYOFFICE als wichtiges Werkzeug. Über das Konferenztool wurden Ergebnisse per Video und Audio in Echtzeit besprochen, Feedbacks gegeben und Fragen geklärt. Ergänzend zur Konferenz entdeckten viele Lehrkräfte die Vorteile der Klassen- und Einzelchatfunktion in der WebWeaver®-App und lernten sie als datenschutzfreundliche Alternative zu WhatsApp zu schätzen, mit der sie auch individuelle Nachfragen unkompliziert klären konnten.

Gemeinschaftsgefühl in der Krise

Auch die Pinnwand erwies sich als Schlüsselfunktion und half nicht zuletzt, das Gemeinschaftsgefühl in der Krise zu stärken: „Neben multimedialen Inhalten und Aufgaben, die regelmäßig von den Lehrkräften gepinnt wurden, begannen die Mitglieder der Schulgemeinschaft kreativ zu werden und eigenen Content zu erstellen und zu pinnen. So beispielsweise auch in der Schulseelsorge. Durch die Kommentarfunktion gab es vielseitiges Feedback und rege Diskussionen“, sagt Klapczynski.

„Wir wollen auf diese Weise den analogen Dialog so gut wie möglich in die digitale Welt übertragen.“

Insgesamt habe es sich bewährt, auch im Fernunterricht bewährte Strukturen beizubehalten. So hätten die Schülerinnen und Schüler an den Grundschulen weiterhin die vertrauten Wochenpläne erhalten. An den weiterführenden Schulen orientierten sich die Online-Konferenzen an den Stundenplänen. „Wir wollen auf diese Weise den analogen Dialog so gut wie möglich in die digitale Welt übertragen,“ berichtet Klapczynski, die selbst auch einige Stunden pro Woche Deutsch unterrichtet.

Mit flexiblen Lösungen alle Kinder erreichen

Digitaler Fernunterricht erreiche allerdings nicht jeden: Nicht alle Kinder erhielten zu Hause die nötige Unterstützung, nicht alle Familien seien per E-Mail erreichbar. Daher brauche es flexible Wege der Kommunikation und Einbindung, aber auch der Unterstützung bei fehlenden Geräten. Dort, wo den Haushalten keine Geräte wie Computer oder Drucker zur Verfügung standen, wurden Pakete mit allen nötigen Unterrichtsmaterialien zusammengestellt. „Das Kollegium zeigte Einsatz und fuhr diese Pakete persönlich zu ihren Schülerinnen und Schülern, wahlweise konnten sie auch in der Schule abgeholt werden“, so Klapczynski.

Auch WebWeaver® begünstigte die flexiblen Lösungen: „Wir konnten es den Schülerinnen und Schülern überlassen, ob sie ihre Aufgaben digital erledigen und abgeben, ein Foto der handgeschriebenen Lösungen auf dem Smartphone in der App hochladen oder ob sie die Unterlagen wieder in der Schule abgeben“. Da fast jede Schülerin und jeder Schüler bzw. jede Familie über ein Smartphone verfüge, bildete dieses zusammen mit der WebWeaver® App eine wichtige Brücke zur Schule.

„Digitalisierung ist kein Krisenmodus.“

Die Erfahrungen während der Schulschließungen stimmen Klapczynski optimistisch hinsichtlich des gerade begonnenen Schuljahres: „Viele Lehrkräfte haben während der Schulschließungen erkannt, dass Digitalisierung kein Krisenmodus ist, sondern auch neue Möglichkeiten eröffnet." Schulerzbistum.de wurde von den Schulen zwar auch schon vor der Pandemie genutzt. Jetzt aber gebe ihnen die Plattform eine gewisse Sicherheit angesichts der Ungewissheit, wie das Schuljahr verlaufen wird: „Mit der Plattform und den neu gewonnen Erfahrungen werden wir bei erneuten Schließungen schnell reagieren, die Kommunikation aufrechterhalten und Unterricht gestalten können.“

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